Es heißt, dass die zahlreichen Pilger, die sich während des Mittelalters nach Rom aufmachten, auf einen Führer zurückgriffen, der als Mirabilia Urbis, „die Herrlichkeiten der Stadt“, bekannt war. Eine Bezeichnung, die sogleich die Besonderheit dieses Orts deutlich machte, in dem sich Kunst und Geschichte vereinten. Dieser Text bereitete die Besucher auf die Pracht, die Schönheit, den Reichtum und die Spiritualität, aber auch die Mannigfaltigkeit der hier aufbewahrten Kunstwerke vor.

Rom kann man aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen und betrachten, die in der Antike, bei der Kaiserzeit und der frühchristlichen Epoche ansetzen und bis zur Renaissance, dem Barock, dem Jugendstil, der modernen und zeitgenössischen Kunst reichen. Man kann in Rom aber auch anderen Routen folgen und sich  der Stadt aus einem anderen Blickwinkel nähern, und zwar dem der evangelisch-protestantischen Kirche.
Interessierte können sich auf eine alternative Route auf den Spuren des Begründers der protestantischen Reform, Martin Luther, begeben. Er besuchte Rom, als er noch ein Augustinermönch aus dem Kloster in Erfurt war und stellte kunsthistorische Betrachtungen über die Stadt und ihren Volksglauben, die Sitten, Rituale und Frömmigkeit der Bevölkerung zu Beginn des 16. Jahrhunderts an.
Eine weitere interessante Route führt zu den ersten protestantischen Gemeinden, die sich während des italienischen Risorgimento gebildet haben, und zu den ersten nicht katholischen Kirchen, die in Rom, dem Sitz der päpstlichen Macht, erbaut wurden. Sie trugen nicht nur zur kulturellen Weiterbildung der Bevölkerung, sondern auch zur Entstehung des modernen Rom bei.
Fragen Sie an der Rezeption nach Informationen zu Besichtigungstouren, auf denen Sie die Orte der protestantischen Gemeinde in Rom kennenlernen.

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